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Glaubensgeschwister auf Reisen...

„Manche werden gleich vielleicht sagen, dass wir etwas abgehoben sind, aber wir wollen gar nicht in den Flieger, sondern auf eine Wandertour ins Kleinwalsertal“, lautete die Einladung der Gemeinde durch das Gemeindegremium. Dieser Einladung waren 28 Personen verschiedenen Alters gefolgt, ein spannendes und ambitioniertes Unterfangen: würde die Stimmung gut sein, das Wetter und die Wandertüchtigkeit mitspielen? In den Tagen zwischen dem 02. Oktober und 6. Oktober wurde es ausprobiert.

 

Panoramaweg

Am ersten Reisetag ging es gemeinsam mit dem öffentlichen Busverkehr aus Österreich heraus nach Deutschland, mit der Söllereckbahn hoch und auf dem Panoramaweg in Richtung Riezlern. Verschiedene Almen luden zur Rast ein, die Gruppe teilte sich etwas auf und stieg bis Riezlern wieder herunter. Mit der Kanzelwandbahn ging es erneut bergauf zur Sonne - Staunen über die grandiose Bergwelt, Fotoshooting und Planen des Folgetages, denn vom gleichen Standort aus begann die Tour für 12 Glaubensgeschwister am nächsten Tag.

Kleinwalsertal mittelalpin

Doris Denker führte die etwas Mutigeren aus der Wandergruppe auf eine etwas herausfordernde Tour. Zunächst startete die 12er Gruppe mit einer gemütlichen Seilauffahrt auf die Kanzelwandstation. Zu Beginn fielen ein paar Schneeflocken, die bis zur Kuhgehrenalpe in einen ergiebigen Regenschauer mündete. Der anschließende Bergabstieg war anstrengend und durch den Dauerregen matschig und rutschig geworden. Erst in der Wiesalpe fand man ein gemütliches, durch Kachelofen gewärmtes Almrestaurant. Auch hier kamen alle Beteiligten gut wieder herunter, an der Breitach vorbei, bis ins Hotel in Mittelberg in Österreich.

Kleinwalsertal gemütlich

Je nach Beteiligungswunsch ging es mit Priester Bernd Denker mit der Walmedinger Hornbahn noch bei herrlichem Sonnenschein hinauf. Leider verdichtete sich schnell die Regenwolke zu einem Schneeschauer, deshalb entschloss man sich, wieder auf den Berg Iven hinaufzufahren. Dort gab es ein schönes Restaurant in dem gemütlich und trockenen Fußes gespeist werden konnte.

Breitachklamm und Oberstdorf

Wer noch immer keine Angst vor Regen hatte, startete mit Doris Denker in die Breitachklamm und erlebte ein Naturschauspiel der alpinen Art. Das Wasser rauschte von allen Seiten, gewaltige Felsbrocken waren in die Schlucht gefallen und versperrten in einem Fall die Sicht nach oben. Insgesamt waren die Gehsteige aber gut gesichert. Anschließend fuhr die Gruppe mit dem Reisebus bis nach Oberstdorf. Ein Teil der Gruppe hatte sich die Stadt bereits angesehen und kehrten wieder ins das Hotel zurück, um eventuell etwas Wellness zu genießen.

Abschluss der Reise, Fazit nach gemeinsamem Wandern

Am Sonntag besuchte die Gruppe sozusagen auf der Heimreise den Gottesdienst in Sonthofen, wo der Apostel Hans-Jürgen Bauer den Erntedankgottesdienst hielt. Gleich zu Beginn zitierte der Apostel aus dem Text von Julie von Haussmann ( 1826-1901): “Wenn ich auch gleich nichts fühle, von Deiner Macht...“ aus dem Lied „So nimm denn meine Hände“. Er wies darauf hin, dass man niemanden verpflichten könne, dankbar zu sein, weil bei großer Trauer oder großem Kummer dies eben nicht möglich sei. Aber das Vertrauen eines gläubigen Menschen würde auch durch schlimme Situationen tragen können. Gleichwohl solle jeder Anlässe suchen, um Dankbarkeit empfinden zu können, da es gesamtwirtschaftlich in den letzten Jahren weitestgehend vielen Menschen immer besser gegangen sei.

Insgesamt gab er den Rat, sich in der Gemeinde nicht an Kleinigkeiten aufzuhalten, dann könne man in seiner Gemeinde glücklich sein. Wie ein Wanderweg gehen viele Lebenswege auf und ab. Manch ein Schicksal wurde am Abend oder auch unterwegs mitgeteilt und es tat gut, etwas Last aber auch Freude zu teilen. Weitestgehend wohlwollender Umgang untereinander, das Akzeptieren der Unterschiedlichkeiten der Persönlichkeiten und das Erkennen, dass man auf dem gleichen Weg zum gemeinsamen Ziel ist, machte am Ende dankbar.

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