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Abendgottesdienst mit Bischof Peter Johanning

Die Gemeinden Vlotho und Bad Oeynhausen besuchte Bischof Peter Johanning am 9. August 2017. Grundlage des Gottesdienstes war das Gleichnis von dem Feigenbaum aus dem Markusevangelium 11,12-14. Dieses Gleichnis bedeute sich an den inneren Werten des Evangeliums zu orientieren. Diese seien die Liebe zu Gott und die Nächstenliebe, die Aufforderung an uns als Christen: "Schau nicht nur auf die Äußerlichkeiten."

Der Feigenbaum aus dem Gleichnis sah gut aus. Er hatte Blätter, aber er hatte keine Feigen und damit nichts zu bieten. Allerdings gehe es um die Frucht und nicht um das Blatt. Man könne vereinfacht sagen: „Lass Jesus nicht verhungern, wenn er an dir vorbeigeht, denn du bist eine Frucht Gottes." Verhalte dich in deinem Alltag entsprechend.

Geborgenheit in Gott

Zu Beginn der Predigt wies der Bischof daraufhin, dass die Ruhe in Gott oft angefochten werde, daher sollte die versammelte Gemeinde drei Gedanken mitnehmen: „Gott ist ein Gott der Liebe, Jesus ist der Heiland der Welt und der Heilige Geist ist ein Geist des Trostes.“

Das Gebot der Liebe ist wichtiger als die Einhaltung von Normen

Die Pharisäer sprachen Jesus einmal darauf an, dass seine Jünger vor dem Essen nicht die Hände gewaschen hatten. Dies war ein kultischer Vorgang mit hohem Stellenwert, die Hände zu waschen als Dank, dass man die Speise von Gott erhalten hatte. Die Pharisäer hatten damit nicht Unrecht. Jesus begann keinen Streit, keine Verteidigung seiner Jünger, sondern er sagte, nicht was hineinkommt ist unrein, sondern was herauskommt ist schmutzig. Selbstverständlich gäbe es auch in der heutigen christlichen Gemeinde Regeln, diese Regeln seien aber individuell und menschlich zu betrachten.

Liebe zu Gott und dem Nächsten

"Du brauchst nicht viele Gebote zu beachten. Es reicht die Liebe zu Gott, die Freude des Evangeliums in die Welt zu tragen und den Trost des Heiligen Geistes weiterzutragen. Wenn Jesus vorbeigeht, lass ihn satt werden, so dass er Früchte sehen kann auch in der heutigen Zeit. Wir wollen uns daher nicht aufregen über die Fehler der anderen, sondern uns unsere eigene Fehler eingestehen. Nur so könne man als christliche Persönlichkeit reifen: "Über andere schlecht reden bringt keine Frucht."

Bleibt tief gewurzelt in Gottes Werk

Bezirksältester Helmut Hartwig erwähnte in seinem Predigtbeitrag das Gedicht "Menschen sollen Bäumen gleichen". Er gab den Gottesdienstbesuchern den Rat: Bleibt wie ein Baum tief gewurzelt in Gottes Werk. Je tiefer die Wurzeln, desto mehr Frucht, je schöner der Alltag. 

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